SV Berolina Lychen e.V.
Handball, Freizeitsport
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 21.01.2018

Knapp verloren, aber nicht enttäuscht

 

Lychen (HT) Mit großen personellen Sorgen ging es für die Männer der Ü40-Mannschaft des SV Berolina Lychen (6./0:6) am Sonntag zum Auswärtsspiel beim SV Stahl Finow (3./4:4). Ohnehin in der Außenseiterrolle standen der Mannschaft nur sieben Spieler zur Verfügung, sodass Frank Sommerfeldt, eigentlich Spieler der Brandenburgligamannschaft, aushalf und so dafür sorgte, dass Berolina zumindest mit acht Akteuren in das Spiel gehen konnte.

 

Die Gäste aus Lychen, die sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst waren, wollten konzentriert in das Spiel gehen und mit ihren Kräften haushalten. Ihnen war klar, dass sie es nicht mit Tempohandball versuchen konnten, denn den Gastgebern aus Finow standen bei zwölf Spielern zahlreiche Wechselmöglichkeiten offen.

 

Berolina konnte dann das Spiel bis weit in die erste Hälfte hinein auch erst einmal offen gestalten. Bis zum 7:6 gelang es keiner Mannschaft, sich abzusetzen. Die Führung wechselte. In der Schlussphase der ersten Hälfte dominierten dann aber die Gastgeber, die dann bis zur Paus auch auf 13:9 davonziehen konnten.

 

Berolina sah sich für die zweite Hälfte nicht chancenlos. Sommerfeldt kurbelte das Spiel immer wieder an, setzte seine Nebenleute in Szene und war mit am Ende sechs Toren auch der erfolgreichste Werfer der Gäste, dicht gefolgt von Sven Dobrowsky (5). Auffällig war, dass beide Teams fahrlässig mit ihren Chancen umgingen. Den Finowern behagte die ruhige Spielweise der Lychener Mannschaft, der sie sich anpassten, was sich nachteilig auf ihr eigenes Spiel auswirkte, überhaupt nicht. Dennoch konnten sie sich in einer torarmen zweiten Halbzeit ihren Vorsprung behaupten. Berolina hatte eine Phase, in der der Ball einfach nicht den Weg ins gegnerische Tor fand, sodass sie nicht näherkamen. Daran dass sich der Rückstand aus Berolinas Sicht nicht weiter vergrößerte, hatte neben einer guten Abwehrarbeit vor allem auch Thomas Hahn im Tor großen Anteil, der immer wieder glänzend parierte.

 

Wenige Minuten vor Schluss stand es dann 17:13. Berolina kämpfte und verkürzte, Finow wurde immer nervöser und auch planloser. In der letzten Spielminute gelang schließlich der Anschlusstreffer zum 17:16. Nachdem der letzte Finower Angriff dann abgewehrt werden konnte, reichte die Zeit für Lychen dann nicht mehr, um noch den Ausgleich, der verdient gewesen wäre, zu erzielen.

 

Am Ende hatte sich die arg dezimierte Lychener Mannschaft besser aus der Affäre gezogen, als sie das wohl selbst vor dem Spiel angenommen hätte. Bleibt ihr zu wünschen, dass sie künftig wieder mit besseren personellen Voraussetzungen in die die Spiele gehen kann.

 

 

 

Lychen; Hahn, Genschow (1), Schaper (1), Ullrich, Trillhaase (1), Jähnke (2), Dobrowsky (5), Sommerfeldt (6)