Lychen (HT) Einen Erfolg konnte man den Mädchen und Jungen der F-Jugend des SV Berolina Lychen schon vor dem letzten Wochenende nicht mehr nehmen. Mit 24:0 Punkten waren sie unangefochten Meister in der Uckermark geworden. Am Samstag stand nun das A-Finale des Spielbezirks B an, wo das Team auf die besten Mannschaften der Staffeln aus den Landkreisen Barnim und Oberhavel traf. Zuvor waren in den drei Landkreisen insgesamt 17 F-Jugendmannschaften angetreten.
Neben den Gastgebern hatten sich der SV Fortuna Prenzlau, der HSV Bernauer Bären, der 1. SV Eberswalde, der HSV Oberhavel und der Oranienburger HC III für das Finalturnier qualifiziert. Die Mannschaft des 1. SV Eberswalde reiste dann aber leider nicht zum Turnier an. So musste zunächst der Turnierplan geändert werden. Statt in zwei Staffeln mit anschließenden Halbfinals und Spielen um Platz drei und eins hieß es nun jeder gegen jeden.
Von Beginn an war die Aufregung der Spielerinnen und Spieler aller Mannschaften spürbar, allerdings auch die der zahlreichen Eltern auf den Zuschauerplätzen.
Das Turnier bot dann schließlich auch spannende Spiele und zum Teil auch schon erstaunliches Können der jüngsten Handballerinnen und Handballer im Spielbetrieb. Das Ganze spielte sich zudem auf recht ausgeglichenem Niveau ab. Keine der fünf Turniermannschaften ging am Ende ohne Punktgewinn aus dem Turnier. Für die Lychener Mannschaft gewann zu beginn gegen den HSV Oberhavel denkbar knapp mit 6:5. Es folgten ein 10:7 gegen Bernau und ein 8:8 gegen Prenzlau. Das letzte Spiel der Gastgeber wurde so zum entscheidenden Spiel gegen den OHC III, der bis dahin alle Spiele gewinnen konnte. Klar war, Berolina würde einen Sieg brauchen, um sich den Titel zu sichern. Auch jetzt ging es eng zu. Beide Teams schenkten sich nichts. Berolina kam schwer ins Spiel, kämpfte sich aber dann wieder heran. Am Ende musste sich die Heimmannschaft aber dem OHC III, der sich verdient den Meistertitel sicherte, mit 6:8 geschlagen geben. Ein enttäuschendes Ergebnis war dies jedoch nicht. Warum auch, schließlich war die Mannschaft gerade unter 17 Teams Vizemeister geworden. Bernau wurde am Ende Dritter, vor dem HSV Oberhavel und Prenzlau.
Die Jungen der E-Jugend traten beim Final Four in Bernau an. Dort unterlagen sie im Halbfinale dem späteren Sieger HSV Bernauer Bären beim 34:21 deutlich, konnten aber anschließend das Spiel um Platz drei gegen den HSV Bernauer Bären II mit 31:28 zu ihren Gunsten entscheiden. Auch dieser 3. Platz muss unbedingt als Erfolg gewertet werden, waren doch im Spielbezirk B in dieser Altersklasse 18 Teams aktiv.
Zwei Niederlagen mussten die Mädchen der D-Jugend beim Final-Four in Neuruppin hinnehmen. Im Halbfinale unterlagen sie dem späteren Meister SV Union Neuruppin mit 16:27, im Spiel um Platz drei dann dem Oranienburger HC II mit 13:16. Auch hier kann sich das Endergebnis sehen lassen. In zwei Staffeln traten insgesamt 13 Teams an.
Die schon als Meister in der Verbandsliga Nord feststehenden Männer der 1. Mannschaft mussten beim HC Neuruppin eine etwas überraschende Niederlage hinnehmen. Die Motivation, auch dieses Spiel zu gewinnen, war da, aber die Umsetzung gelang dann nicht. In der Abwehr fehlte lange der Zugriff, sodass Neuruppin zu einfachen Toren kam. Im laufe der ersten Hälfte kam Berolina dann besser ins Spiel, sodass sich eine ausgeglichene Partie entwickelte. Dass Michael Zander dann nach einem Cut am Auge ab Mitte der ersten Hälfte nicht mehr eingesetzt werden konnte und Philip Wendland in der 39. Minute nach der dritten Zweiminutenstrafe zwangsläufig Rot sah, schwächte das Team dann nachhaltig. Die jungen Spieler mussten nun mehr in die Verantwortung, was sie auch gut machten. Allerdings gab es im Angriffsspiel zu viele Fehler, sodass der Sieg am Ende, wenn auch beim 25:24 äußerst knapp, verdient an Neuruppin ging. Auch elf Treffer von Hendrik Schnaase konnten dies nicht verhindern.
Ebenfalls mit einer Niederlage im Gepäck kehrten die Mädchen der E-Jugend vom Spiel beim unangefochtenen Spitzenreiter Finowfurter SV zurück, wo es am Ende aus Sicht der Lychener Mannschaft 21:32 stand.
Fotos: Lea Feuereisen
