Lychen (HT) Mit Beginn der Handballsaison spielen mit der ersten Männermannschaft und den Jungen der D-Jugend zwei Teams des SV Berolina Lychen in der Oberliga.
Die Männer sind vor einer Woche mit einem Heimspiel gegen den LHC Cottbus II gestartet. Das Spiel ging mit 29:30 zuungunsten der Lychener Mannschaft aus. Nachträglich bekam Berolina dann aber die Punkte zugesprochen, weil Cottbus einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte.
Am letzten Samstag folgte das erste Auswärtsspiel. Dabei musste das Team gleich beim letztjährigen Vizemeister HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf antreten, wo die Mannschaft zunächst gut ins Spiel fand. Zwanzig Minuten lang bot Berolina ein Spiel auf Augenhöhe. Es stand 11:11. Als dann die Kräfte der Gäste etwas nachließen, bestrafte Teltow/Ruhlsdorf das sofort. In die Pause ging es so mit 17:12. Bis zur 45. Minute blieb es nach Wiederanpfiff ausgeglichen. Berolina hielt den Rückstand bis zum 24:19 konstant. Bei schwindenden Kräften häuften sich dann aber die technischen Fehler. Es war vor allem ein stark haltender Mathis Loest im Lychener Tor, der Schlimmeres verhinderte. Auch das konnte aber nicht mehr dazu beitragen, den Rückstand konstant zu halten. So hieß es am Ende 33:24. Der Trainer Tobias Schween konstatierte aber: „Großes Lob an die Mannschaft. Moral und Einstellung haben bis zur letzten Sekunde gepasst. Teltow gewinnt verdient, aber unsere Momente werden kommen“. Beste Werfer für Berolina waren Lennard Jähnke (5), Hendrik Schnaase und Arvid Jähnke (je 5).
Für die männliche D-Jugend stand das erste Saisonturnier auf dem Programm. In Bernau traf das Team auf den Vorjahresmeister VfL Potsdam und den HSV Bernauer Bären. Der Auftakt verlief verheißungsvoll, Berolina führte schnell mit 2:0. In der Folge rissen die Potsdamer das Spiel dann aber an sich. Nach 10 Minuten stand es 6:10. Robustes Abwehrverhalten und schnell vorgetragene Angriffe des VfL machten es Berolina schwer. Mit 11:22 ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang kämpften die Jungen aus Lychen vorbildlich, mussten aber am Ende ein klares 22:41 hinnehmen. Enttäuscht hatten sie aber keineswegs.
Besser lief es dann im zweiten Spiel, in dem auch die jüngeren Akteure ihre Einsatzzeiten bekamen. Berolina konnte bis zur Pause auf 15:6 davonziehen. Das ließ sich die Mannschaft dann in der zweiten Hälfte trotz nachlassender Kräfte nicht mehr nehmen. Sie setzte sich schließlich mit 28:17 durch und konnte so einen gelungenen Einstand in die Oberliga feiern. Am häufigsten traf dabei Ben Brosinski, der insgesamt zwanzigmal traf.
Auch in den Kreisoberligen waren Lychener Mannschaften aktiv. So die Mädchen der C-Jugend, die beim SV Stahl Finow zu Gast waren und dabei nach einem 34:8 gegen den Templiner SV Lok in der Vorwoche durch ein 38:16 bereits den zweiten Saisonsieg feiern konnten. Dabei war die Mannschaft mit nur neun zum Teil angeschlagenen Spielerinnen angereist, die allerdings sehr motiviert in die Begegnung gingen und auf 5:0 vorlegen konnten. Bereits nach zehn Minuten wurde die Mannschaft weiter dezimiert, da ein verletzungsbedingter Ausfall zu beklagen war. Auch wenn einigen Akteurinnen deutlich anzumerken war, dass sie nicht fit waren, zeigten sie große Einsatzbereitschaft, die letztlich zu einem deutlichen Sieg führte. Die meisten Tore steuerten Emma Blochberger (13) und Reni Engel (11) bei,
Nach einem Auftaktsieg in Prenzlau, wo mit 34:20 gewonnen werden konnte, absolvierte auch die zweite Männermannschaft ihr zweites Spiel. Dabei war sie beim SV Motor Hennigsdorf zu Gast. In der ersten Hälfte konnte sich die Mannschaft dabei immer wieder eine knappe Führung erarbeiten, versäumte es aber, sich abzusetzen, obwohl es reichlich gut herausgespielte Torchancen gab, die allerdings zu häufig ungenutzt blieben. Die Seiten wurden schließlich beim Stand von 18.18 gewechselt. Nach der Pause gelang es Berolina nicht, die extrem hohe Zahl an Fehlwürfen zu reduzieren. Beim 25:22 lag das Team in der 41. Minute mit drei Toren zurück. Spielerisch war die Mannschaft über die gesamte Spielzeit besser als der Gegner, Mitte der zweiten Hälfte wurde dann auch die Trefferquote besser. Berolina kam wieder heran und als die Mannschaft in der 55. Minute beim 28:32 mit Toren führte, schien das Blatt gewendet. Dann agierte Berolina aber in den Schlussminuten unclever und viel zu hektisch. Hinzu kamen recht fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die allesamt zu Ungunsten der Gäste ausfielen. An diesen lag es aber nicht, dass Berolina am Ende beim 34:33 mit leeren Händen die Rückreise antreten musste. Die Niederlage muss sich die Mannschaft selbst ankreiden, weil einfach viel zu viele Torchancen ausgelassen worden sind.
Die Frauen bestritten nach einer Heimniederlage am ersten Spieltag, als sie 20:28 gegen den Finowfurte SV spielten, ihr zweites Spiel bei der TSG Liebenwalde. Der Spielbeginn verlief etwas holprig, sodass in der ersten Hälfte fast immer die Gastgeberinnen vorn lagen. Erst beim 12:13, das Mia Path, die viel Gefahr ausstrahlte, mit dem Pausenzeichen erzielte, lag Berolina erstmals vorn. In der zweiten Hälfte steigerte sich Berolina in der Abwehr. Bis zum 22:22 in der 49. Minute blieb es dennoch eng. Danach konnte Lychen dann aber auf 22:27 davonziehen und so für die Entscheidung sorgen. Am Ende stand es 23:30. Grundlage für den Erfolg war mannschaftliche Geschlossenheit. Beste Werferinnen waren Mia Path (10) und Mavie Weidemann (9).
Außerdem spielte die weibliche D-Jugend 35:8 gegen Liebenwalde und 19:22 gegen SG Uckermark.
Fotos (mD): Jens Feuereisen