26. Februar 2024

Zwei Siege und eine knappe Niederlage

Lychen (HT) Mit den Jungen und Mädchen der C-Jugend gelangen am Wochenende zwei weiteren Teams vom SV Berolina Lychen Siege. Die Jungen der C-Jugend (1/18:0 Punkte), die sich bereits sicher für das Final Four, das in dieser Altersklasse, in der in zwei Staffel gespielt wurde, den Meister hervorbringen wird, qualifiziert hatten, empfingen im Nachbarschaftsduell die Jungen vom Templiner SV Lok (3./8:6). Das Hinspiel in Templin hatte Lychen schon sicher mit 36:14 gewonnen und nun galt es, mit einem Sieg die weiße Weste zu bewahren. Für die Tabelle war das nicht mehr entscheidend, aber die Nachbarschaftsduelle, in denen die Spieler auf ihre Mitschüler aus den Schulen in Templin treffen, haben natürlich immer ihren besonderen Reiz. Bis zur neunten Minute und zum 5:5 verlief das Spiel ausgeglichen. Beim 8.5 nahmen die Gäste eine Auszeit und nach dieser setzte sich Berolina dann zunehmend deutlicher ab. In die Pause ging es dann beim 20:11 schon mit einem deutlicheren Vorsprung.

In den ersten elf Minuten konnte Lychen dann acht Tore in Folge erzielen und so auf 28:11 davonziehen. Immer weniger waren die Gäste nun dem Lychener Tempo- und Kombinationsspiel gewachsen. Vor allem Ole Antwerpen (11 Tore), der ein ganz starkes Spiel machte, Luca Liebhart (10) und Jiri Schaper (10) kamen über Gegenstöße immer wieder zu einfachen Toren. Auch die Abwehr stand gut und Klemenz Kuß konnte als Torhüter immer wieder Treffer des Gegners verhindern, dem es mit fortschreitender Spielzeit immer schwerer fiel Lösungen zu finden. Auch Wechsel im Lychener Team taten dem Spielfluss keinen Abbruch. Am Ende gewann Berolina auch in dieser Höhe verdient mit 42:17.

Lychen: Kuß, Jiri Schaper (10), Zippel (1), Liebhart (10), Wanuske (4), Antwerpen (11), Dahms, Jesse Schaper (4), Köppen (2),

Souverän ihrer Auswärtsaufgabe entledigt haben sich am Sonntag die Mädchen der C-Jugend (1./14:2), die beim Oranienburger HC (2./12:2) zu Gast waren. Lychen war im saisonverlauf die einzige Mannschaft, die den OHC hatte besiegen können. Im Heimspiel gewann Berolina mit 36:21. Daran wollten die Mädchen am Sonntag anknüpfen. Auch hier verlief das Spiel bis zum 6:5 für den OHC zunächst ausgeglichen. Nach einer Auszeit und einigen Umstellungen in der Mannschaft konnte Berolina dann aber aus dem 6:5 ein 6:10 und die Begegnung von nun an auch bis zum Schluss dominieren. Dabei gelang es immer wieder, Spielzüge aus dem Training auch im Spiel einzusetzen. Zudem zeigten sich alle Spielerinnen auch sehr treffsicher. Am häufigsten trugen sich dabei Mavie Weidemann (10), Therea Kuß, Jenny Jerke (je 7) und Hannah Pfahl (6) in die Torschützenliste ein. Therea Kuß konnte immer wieder ihre Mitspielerinnen in Szene setzen und Paula Ullrich war im Tor ein starker Rückhalt. Bereist zur Pause hatte Berolina beim 8.20 das Spiel entschieden. Auch in der zweiten Hälfte blieb Lychen das bestimmende Team. Alle Spielerinnen bekamen Spielanteile. Am Ende setzte sich Lychen beim 18:35 klar durch und machte einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft. 

Lychen: Ullrich, Jerke (7), Pahl (3), Frädrich, Katzung, Eisner (1), Weidemann (10), Pfahl (6), Negraschus (1), Kuß (7)

Ebenfalls mit dem OHC (1./18:0) hatten es am Samstag die Mädchen der D-Jugend (3./8:4) zu tun. Das Spiel in der Lychener Sporthalle, das sich den Zuschauern dann bot, nahm einen teilweise merkwürdigen Verlauf. Zum einen war das Spiel sehr torarm, am Ende hieß es nach vierzig Minuten 9:10. Zum anderen zeichnete sich von Beginn an ab, dass die Gäste ungewöhnlich körperbetont, teilweise überhart zu Werke gingen. Erschreckend war dabei, dass sie genau darin vom Trainerduo auch immer wieder bestärkt wurden. Spielfluss kam so auf beiden Seiten eigentlich nie auf. Ein großes Manko bei den Gastgebern war es, dass sie immer wieder vom Siebenmeterpunkt scheiterten und so nur einmal, nämlich beim 4:3 in Führung gehen konnten. Auffällig war auch, dass im Lychener Spiel neben dem Tempo auch die Breite fehlte. Soll heißen, dass kein Spiel über die Außenpositionen stattfand. In die Pause ging es nach zwanzig Minuten mit einem 4:4. Zu diesem Zeitpunkt hatte Berolina dann auch schon Melissa Jänsch verloren, die nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einer Mitspielerin verletzt ausscheiden musste. Damit war die bis dahin gefährlichste Werferin, sie hatte bis zu ihrem Ausscheiden die ersten drei Treffer für Berolina erzielt, aus dem Spiel. Für die zweite Hälfte hieß das, dass Trixi Jänsch, die bis zur Pause im Tor stand, in den Rückraum wechselte, wo sie ihre Sache auf ungewohnter Position auch sehr gut machte. Gleiches galt für Lenerike Genschow, die nun das Tor hütete. Als Berolina beim 9:9 knapp vier Minuten vor dem Ende noch einmal ausgleichen konnte, kam Hoffnung auf Zählbares auf. Der letzte Treffer in einer umkämpften Schlussphase war dann aber den Gästen vorbehalten. Das 9:10 konnte Berolina dann in den verbleibenden zwei Minuten nicht mehr egalisieren. Trotz aller Widrigkeiten hätte Berolina das Spiel durchaus gewinnen können. Dazu hätten allein schon die zahlreichen vergebenen Siebenmeter ausgereicht.

Lychen: T. Jänsch (4), Genschow, Köppen, Colberg, Renger (1), Struck, M. Jänsch (3), Herwig (1), Scheuermann

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