Lychen (HT) In der eigenen Halle nicht zu bezwingen waren am zurückliegenden Samstag die Mannschaften des SV Berolina Lychen.
Die Mädchen der D-Jugend gingen geschwächt in das Spiel gegen den Oranienburger HC II. Zu Wochenbeginn lag bis auf eine Ausnahme die gesamte Mannschaft flach. Der Vereinsvorsitzende Tobias Schween stand so im engen Kontakt mit dem Staffelleiter und den Verantwortlichen des OHC. Eine andere Lösung als das Spiel auszutragen oder abzusagen und damit verloren zu geben bestand aus terminlichen Gründen nicht. Zu hieß es die Woche über hoffen, dass sich das Lazarett lichten würde. Am Ende konnten acht der zehn Mädchen eingesetzt werden, unterstützt von Leni Buhrtz.
Berolina kam und ins Spiel und führte nach drei Toren von Franziska Zippel nach zweieinhalb Minuten mit 3:0. Dass die Gäste zwischenzeitlich zum 3:3 ausgleichen konnten, brachte die Lychener Mannschaft nicht aus dem Konzept. Zur Pause lag Berolina dann mit 11:6 in Führung. Gute Zuspiele und eine sichere Chancenverwertung waren dafür ausschlaggebend. In der zweiten Hälfte ließen die Kräfte einiger Spielerinnen verständlicherweise merklich nach, sodass nun auch Leni Buhrtz (E-Jugend) gefordert war mitzuhelfen den Vorsprung über die Zeit zu bringen, was beim 19:13 letztlich auch gelang. Durch den Sieg sicherten sich die Mädchen den Staffelsieg und die Teilnahme am Final-Four-Turnier.
Mit Spannung erwartet wurde das Spiel der 2. Männermannschaft gegen den Spitzenreiter Schwarz-Weiß Zepernick. Mit nicht gerade idealer Besetzung war Berolina im Hinspiel in Zepernick mit 25:38 unter Wert geschlagen worden. Im Rückspiel sollte das auf keinen Fall nochmal passieren. Von beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gastgeber gingen in Führung, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Viel zu viele Torchancen wurden ausgelassen und auch das Tempospiel, das man eigentlich zeigen wollte, kam nicht so recht in Gang. So war es Martin Schwenzer im Lychener Tor zu verdanken, dass Berolina meist hauchdünn in Führung lag und sich alle Chancen erhielt. Mit 16:15 ging es in die Pause. Nach dem Wechsel zeigten sich die gleichen Fehler wie vor dem Seitenwechsel. Vor allem mit den Torchancen ging das Team oft sehr fahrlässig um. Die Konsequenz war, dass bis zur Mitte der zweiten Halbzeit der gast aus Zepernick in Führung lag. Dann wurde das Spiel der Lychener Mannschaft etwas zwingender und temporeicher. Da nun auch die Chancen konzentrierter genutzt wurden, konnte Berolina aus einem 26:26 ein 30:26 machen. Den so erspielten Vorsprung ließ sich die Mannschaft dann nicht mehr nehmen. Die Gäste kamen zwar noch zweimal auf zwei Tore heran, am Ende setzte sich Berolina aber mit 36:32 durch. Jiri Schaper erwies sich mit 13 Toren als bester Werfer seines Teams.
Für die knapper Niederlage (19:21), die man im Hinspiel hinnehmen musste, wollten sich die Frauen des SV Berolina im Heimspiel gegen den Finowfurter SV II revanchieren. Entsprechend motiviert ging die mit vielen jungen Spielerinnen angetretene Mannschaft in die Begegnung, musste aber nach 1:0- und 2.1-Führung dann lange einem Rückstand hinterherlaufen. Erst beim 14:14 in der 22. Minute gelang es der Mannschaft zumindest wieder auszugleichen. In die Halbzeitpause ging es mit einem knappen 18:19, das aber natürlich beiden Teams noch alle Möglichkeiten offenließ. Nach dem Wechsel ging Berolina dann beim 21:20 in der 36. Minute wieder selbst in Führung. Diese Führung gab die Mannschaft danach nicht mehr ab. Dabei lag Berolina aber lange Zeit oft nur mit einem Tor vorn. Vor allem kämpferisch gaben die Frauen alles, aber auch spielerisch konnte sie Akzente setzen. Am Ende konnte das Team den Vorsprung dann sogar noch vergrößern und sich schließlich mit 36:32 durchsetzen. Am häufigsten trug sich dabei Lisa Jähnke in die Torschützenliste ein. Sie kam am Ende auf 12 Treffer. Ein starkes Spiel mit fünf Toren bot mit Jasmin Kählke auch die jüngste Spielerin der Mannschaft, die sowohl auf der Außen- als auch auf der Halbposition zu überzeugen wusste.
alle Fotos: Jens Feuereisen
