16. Oktober 2021

Nicht überzeugt, aber dennoch gewonnen

Lychen (HT) Zum vierten Mal in dieser Saison ging es für die Männer der Verbandsligamannschaft des SV Berolina Lychen (5./3:3 Punkte) um Punkte in der Meisterschaft. Dabei wollte das von Tobias Schween trainierte Team den Schwung vom deutlichen Sieg von 33:26 beim Tabellenführer Wusterwitz aus der Vorwoche mit in das Heimspiel gegen den SV Motor Hennigsdorf (6./2:2) nehmen und so den Tabellenplatz festigen.

Mit Schwung ging Berolina dann auch in das Spiel. Gleiches galt aber auch für die Gäste und so entwickelte sich erst einmal ein ständiges Auf und Ab. Von Beginn an gingen die Hausherren sehr fahrlässig mit ihren Torchancen um. Immer wieder wurden selbst auch sogenannte Hundertprozentige vergeben. Die Lychener Angreifer scheiterten am gut aufgelegten Gästekeeper, trafen nur Pfosten oder Latte oder warfen gar am Tor vorbei. Die Mannschaft verpasste es so, für Ruhe in den eigenen Reihen zu sorgen und machte den Gegner teilweise selbst stark. Nach ausgeglichenem Verlauf lag Hennigsdorf in der neunzehnten Spielminute beim 7:11 plötzlich mit vier Toren vorn, in der sechsundzwanzigsten Minute geriet Lychen beim 10:16 noch deutlicher ins Hintertreffen. Die Gastgeber kämpften und unterstützt von Carsten Seyer im Tor, der in der Endphase der ersten Hälfte mehrfach Würfe abwehren konnte, konnten sie bis zum Seitenwechsel noch auf 13:17 verkürzen. Damit war für die zweite Hälfte noch alles offen, allerdings musste die Trefferquote dafür deutlich erhöht werden.

Lychen startete mit verbesserter Abwehr und viel Tempo in den zweiten Durchgang. Zunächst fanden nun auch die Bälle ihren Weg häufiger ins gegnerische Tor, was bereits in der 35. Minute zum Ausgleich führte (19:19). Die erhoffte Sicherheit gab aber auch das nicht. Lychen führte danach zwar bis zum 24:23 in der 45. Minute, aber dann schlichen sich erneut Fehler im Abschluss ein. Wieder gingen die Gäste in Führung, wenn auch nur mit jeweils einem Tor. Berolina war kämpferisch nach wie vor nichts vorzuwerfen, aber spielerisch lief es auch jetzt nicht immer rund. Aber auch bei den Gästen häuften sich nun die Fehler, sodass es mit einem 31:31 in die letzten dreieinhalb Minuten ging. Jan Wendland (14 Tore) und Louis Dittmann (3) erhöhten auf 33:31, Hennigsdorf erzielte dann den Anschlusstreffer zum 33:32, ehe erneut Dittmann vierzig Sekunden vor dem Ende zum wichtigen und spielentscheidenden 34:32 traf. Nach einem weiteren Hennigsdorfer Treffer stellte Thomas Zander (9) dann den Endstand von 35:33 her.

Berolina hat sich die beiden Punkte durch eine kämpferische Leistung verdient, hat aber eklatante Abschlussschwächen gezeigt, von der im Grunde kein Spieler auszunehmen war. Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, die sicher nicht immer glücklich waren, hätten sich von vornherein erübrigt, wenn denn Berolina nicht so viele klare Torchancen vergeben hätte, denn die Zahl der Fehlwürfe lag deutlich im zweistelligen Bereich.

Nun bleibt erst einmal Zeit, an Unzulänglichkeiten zu arbeiten, denn das nächste Spiel hat Lychen erst am 07.11. beim HC Neuruppin.

Lychen: Hirsch, Seyer, N. Trillhaase, N. Schween, Louis Dittmann (3), J, Wendland (14), Ch. Jähnke, Raelert, Th. Zander (9), Ph. Wendland (3), M. Zander (4), Poser, Bock (2)

Fotos: Marti Rocks

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  • mE: SV Berolina - SV Fortuna Prenzlau 27:4
  • wD: SV Berolina - SV Fortuna Prenzlau 33:2
  • mD: SV Berolina - Oranienburger HC I 30:17
  • wC: Templiner SV Lok - SV Berolina 15:34
  • mB: HC Neuruppin - SV Berolina 21:33
  • VL Männer: SV Berolina - SV Motor Hennigsdorf 35:33
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