Lychen (HT) Das zurückliegende Wochenende hielt eigentlich zehn Spiele für den SV Berolina Lychen parat. Eigentlich. Denn einer krankheitsbedingten Absage des SV Stahl Finow für die weibliche E-Jugend folgten am Freitag die Absagen des HSV Oberhavel, dessen Mannschaften in der weiblichen und männlichen C-Jugend sowie bei den Frauen hätten antreten sollen, und des Oranienburger HCs, der eigentlich von den Jungen der E-Jugend als Gegner erwartet wurde. Der Handballverband Brandenburg hatte aufgrund der angekündigten Witterungsverhältnisse im Laufe der Woche die Möglichkeit der kostenfreien Spielverlegung möglich gemacht, als klar wurde, dass das angekündigte Unwetter in der Region nicht ankommen würde, aber um Augenmaß bei der Entscheidung geworben. Die Absagen waren somit möglich, der Sinn darf aber hinterfragt werden, denn Beeinträchtigungen gab es keine. In Lychen steht man nun vor der Aufgabe, fünf Spiele neu anzusetzen, was angesichts von dreizehn aktiven Mannschaften nicht leicht ist und was man gern vermieden hätte.
Den Hut zogen die Verantwortlichen vor der Mädchenmannschaft des HC Pritzwalk, die trotz des mit Abstand längsten Anreiseweges am Samstag in der weiblichen B-Jugend in Lychen antraten. Spielerisch konnten die Gäste, die mit nur acht Spielerinnen angereist waren, Berolina nicht Paroli bieten. Zur Pause führten die Gastgeberinnen mit 14:7. In der zweiten Hälfte wurde der Vorsprung größer, Berolina gewann am Ende deutlich mit 35:11. Melina Herwig (10 Tore) und Martha Klemm (8) trafen dabei am häufigsten. Leider verletzte sich eine Gästespielerin nach einer unglücklichen Aktion schwerer im Gesicht. Der SV Berolina wünscht an dieser Stelle gute Besserung. Als dann eine weitere Spielerin auf Pritzwalker Seite nicht mehr einsatzfähig war, nahm auch Berolina eine Spielerin vom Feld, um numerische Gleichheit herzustellen.
Auswärts konnte Berolina zwei Siege verbuchen. Ein wahres Torfestival gab es dabei in Zepernick, wo sich die männliche B-Jugend aus Lychen bei Schwarz-Weiß Zepernick mit 54:22 mehr als überlegen zeigte. Arne Rudolf, Arvid Jähnke und Jeremy Foltis steuerten dabei jeweils 10 Tore bei.
Die Männer der zweiten Männermannschaft traten bei der TSG Liebenwalde an. Liebenwalde hatte bis dato nur einen Minuspunkt auf dem Konto. Diesen hatte es beim Saisonauftakt in Lychen gegeben, als sich beide Teams 32:32 trennten. Lychen reiste mit dem klaren Ziel an, beide Punkte mitzunehmen, wohl wissend, dass dies nicht leicht werden würde. Die Gäste aus der Flößerstadt führten dann auch zumeist, versäumten es aber, sich abzusetzen, weil selbst beste Torgelegenheiten ungenutzt blieben. Zweieinhalb Minuten vor dem Spielende stand es so 28:28 und für beide Teams war alles möglich. Es waren aber dann die Gäste, die nach Ballgewinnen noch zwei Angriffe erfolgreich abschließen und so am Ende beim 28:30 tatsächlich die beiden Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Jesse Schaper (8) und Jiri Schaper (7) waren dabei die besten Werfer.
Am Sonntag standen noch zwei Heimspiele auf dem Programm. Zunächst hatte die männliche D-Jugend im Spiel Erster gegen Letzter gegen den Oranienburger HC II erwartungsgemäß wenig Mühe, was am Endstand von 49:6 unschwer zu erkennen war. Allein Ben Brosinski erzielte 20 Tore.
Die Ü40 bekam es anschließend mit dem SV Eichstädt 1949 zu tun. Im ersten Durchgang hielten die Hausherren gut mit und blieben in Schlagdistanz. Beim Seitenwechsel stand es 8:11 und es schien noch alles drin zu sein. In der zweiten Hälfte zeigte sich dann jedoch ein anderes Bild. Die Gäste setzten sich Tor um Tor ab und Berolina ließ sehr viele Chancen, gerade auch von den Außenpositionen, liegen. Die Konsequenz daraus war, dass die Gastgeber am Ende mit 15:31 viel deutlicher unterlagen, als man zur Pause annehmen konnte und auch viel deutlicher als nötig war. Jan Schaper war mit acht Treffern der erfolgreichste Lychener Werfer.
Fotos von der mD (Fotos: H. Trillhaase)
