22. Januar 2022

Berolina gewinnt Heimspiel knapp

Lychen (HT) In der Verbandsliga Nord der Männer hatte der SV Berolina (5./7:3) am Samstag mit dem Grünheider SV II (4./8:4) den unmittelbaren Verfolger zu Gast und wollte sich mit einem Sieg gegen diesen weiter in der Spitzengruppe etablieren.

Das Spiel begann ausgeglichen, was aber zunächst auch hieß, dass es erst einmal auf beiden Seiten ziemlich hektisch zuging und es hüben wie drüben reihenweise technische Fehler gab. Die Gastgeber zeigten sich anfangs in der Abwehr konzentriert und ließen hier wenig zu. Im Angriff hingegen fehlte beim Abschluss oftmals die Konzentration, sodass die Mannschaft es versäumte, das Ganze zu beruhigen. Dennoch konnten sich die Gastgeber schließlich in der 22. Minute beim 14:10 erstmals mit vier Toren absetzen. Diesen Vorsprung konnte die Mannschaft aber anschließend nicht behaupten, sodass es mit einem knappen 16:14 in die Kabinen ging, was beiden Teams noch alle Möglichkeiten ließ.

Die Gäste kamen dann besser in die zweite Halbzeit und glichen zum 16:16 aus. Berolina hielt aber dagegen und konnte sich dann auch erneut mit vier Toren absetzen, als Michael Zander in der 40. Minute zum 22:18 traf.

Die Gangart wurde dann zunehmend härter und die Unparteiischen, die in der ersten Hälfte eine gute Leistung gezeigt hatten, verloren nun ihre Linie. Dies führte zu einer Flut von Zweiminutenstrafen. So musste Berolina ab der 42. Minute zweitweise mit drei gegen fünf agieren, konnte den Vorsprung aber dennoch bei drei Toren halten. Weil sich die Mannschaft aber danach wieder einige Fehler leistete, verkürzte Grünheide kurz darauf aber doch auf 24:22. Abermals fand Berolina zurück ins Spiel und konnte den Vorsprung bis zur 53. Minute auf 31:25 ausbauen. Alles schien angesichts der noch verbleibenden Spielzeit gelaufen. Aber nach dem dann folgenden 31:26 wurden dann innerhalb von 63 Sekunden gleich drei Lychener Spieler für zwei Minuten des Feldes verwiesen. Kapital schlagen konnte Grünheide daraus aber zunächst nicht, denn der Lychener Torhüter Lukas Schlewitt lief den langen Pass der Gäste ab und Lychen erzielte das 32:26, danach kam Grünheide per Siebenmeter zum 32:27. Kurz darauf musste dann auch Schlewitt, nachdem er nach dem dritten Kopftreffer gegen ihn mit einer Unsportlichkeit reagierte, für zwei Minuten vom Feld. Für einige Sekunden standen nur noch zwei Lychener Feldspieler sechs Grünheidern gegenüber. In dieser Situation antizipierte Jan Wendland ein Zuspiel der Gäste, fing den Pass ab und verwandelte zum 33:27. Wer nun glaubte, dass Spiel sei nun, da nur noch etwas mehr als fünf Minuten zu spielen waren, gelaufen, sah sich schnell getäuscht. Grünheide konnte vier Tore, zwei davon per Siebenmeter, in Folge für sich verbuchen, sodass es plötzlich gut anderthalb Minuten vor dem Ende nur noch 33:31 stand. Im folgenden Angriff der Gäste konnte Carsten Seyer, der in der Schlussphase im Lychener Tor stand, den Wurf parieren, aber 35 Sekunden vor dem Ende kamen die Gäste dann doch beim 33:32 zum Anschlusstreffer. Im Gegenzug machte Sebastian Bock dann aber mit seinem vierten Treffer und dem 34:32 alles klar.

Lychen hätte sich so am ende fast noch selbst um den Erfolg gebracht, weil die Mannschaft am Ende zu hektisch und mit hoher Fehlerquote agierte, nachdem sie die eigentlich gefährlicheren Unterzahlsituationen zuvor fast unbeschadet überstanden hatte.

Erfolgreichste Werfer für Lychen waren Jan Wendland (14) und Michael Zander (8). Lukas Schlewitt konnte im Spielverlauf mehrfach stark parieren. Die Lychener Torhüter waren andererseits aber auch gegen alle neun Siebenmeter der Gäste chancenlos. Geprägt war die Partie vor allem in der zweiten Hälfte aber auch von den bereits erwähnten Bestrafungen durch die Schiedsrichter. Gegen Lychen wurden im gesamten Spielverlauf zehn Zweiminutenstrafen ausgesprochen, gegen Grünheide sieben und eine Rote Karte nach der dritten Hinausstellung.

Lychen: Schlewitt, Seyer, Laurin Dittmann (1), N. Schween (1), Louis Dittmann, J. Wendland (14), Ch. Jähnke, Th. Zander (5), N. Trillhaase (1), Raelert, M. Zander (8), Bock (4), Poser

Fotos: Marti Rocks

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